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Erstaunt betritt Shaelynn ihr neues Zimmer. Wie fast alles in diesem Haus, nein, Palazzo, war es sehr schön und prächtig eingerichtet. Den meisten Platz des Raumes nahm ein großes Bett ein, auf welchem eine schöne, dunkelrote Decke und mehrere Kissen liegen. An der einen Wand befinden sich große Fenster, welche am Tage wohl eine schönes Sicht auf das an den Palazzo angrenzende Gebiet freigeben. Jetzt jedoch war es schon dunkel und es war dementsprechend nicht viel zu sehen. Gegenüber der Fensterseite befand sich ein großer, stilvoller aus dunklem Holz gefertigter Schrank. Daneben hängt noch ein Spiegel mit verschnörkeltem Rand, vor welchen Shaelynn nun tritt. Sie hatte sich nun schon sehr lange nicht mehr im Spiegel gesehen, da sie auf der langen Reise mit Pater Paul keine Gelegenheit dazu bekommen hatte. Nun betrachtete sie sich aufmerksam. Seit dem Tod ihrer Eltern hatte sie sich geändert. Ihr Gesicht hatte einen etwas verkniffenen Ausdruck bekommen, welcher jedoch sofort verschwindet, als sie sich selbst zu lächelt. Mit dem Lächeln im Gesicht sieht sie wieder fast aus wie früher. Ihre Haut ist durch die monatelange Reise an der frischen Luft deutlich brauner geworden, und auf ihrer Nase befinden sich nun einige vorwitzige Sommersprossen. Auch ihre Haare sind durch die tägliche Sonnenstrahlung heller geworden, jedoch kann man davon im Moment nicht viel erkennen, da sie fettig und von Staub und Schmutz überzogen in ihr Gesicht hängen.
In dem Moment klopft es an der Tür und Shaelynn schreckt vom Betrachten ihres Spiegelbildes auf. Auf ihr gerufenes ‚Herein’ betritt ein Bediensteter ihr Zimmer. In der Hand hält er ein Tablett mit einem Glas und einer Kanne voll mit Wasser. „Ich habe Euch etwas zu trinken gebracht, wo darf ich es abstellen?“, fragt er höflich und Shaelynn ist erst ein wenig verdattert, da sie seit ihrem Fortgang aus Amerika keine Diener mehr um sich rum hatte. „Ähhmm...Danke, stellt es dort ab“, sagt sie und deutet mit der Hand auf den hübschen Eichentisch, welcher im Zimmer steht. „Ich werde euch jetzt das Wasser einlassen, wenn es Euch genehm ist.“, antwortet der Bedienstete ihr. „Dankeschön“, meint Shaelynn nur und macht sich daran, das Glas mit Wasser zu füllen. Während ihr das kühle Wasser angenehm den Hals hinunter läuft, denkt sie über Cery nach. Wie er sich wohl nun fühlen musste? Und was er wohl dazu sagte, dass er nun einen eigenen Bediensteten hat? Wahrscheinlich wusste er gar nicht richtig, wie er damit umgehen sollte. Es war garantiert das erste Mal, das ihm beim Baden ‚geholfen’ wurde.
Nun geht die Tür jedoch wieder auf und dieses Mal ist es Shana, welche hinein tritt und ihr kurz mitteilt, dass sie sie am nächsten Morgen abholen würde. Kurz nachdem sie wieder aus dem Zimmer herausgegangen ist, berichtet ihr der Bedienstete, das das Bad nun endlich fertig ist. Diese Aufforderung lässt Shaelynn sich nicht zweimal sagen, sondern streift sich schon auf dem Weg ins Bad die Klamotten ab. Den verdutzten Blick des Bediensteten ignoriert sie, als sie schon  einen Augenblick später in der Wanne sitzt. Genüsslich schließt sie die Augen und genießt das angenehme warme Wasser. Diese öffnet sie auch nicht, als der Bedienstete anfängt ihr in die Haare gut duftendes Shampoo (hmm..sarah, hatten die damals eigentlich schon Shampoo? :P)  einmassiert. Während des Bades unterhält sich Shaelynn mit ihm und erfährt dabei, das der Bedienstete Marius heißt und schon seit vielen Jahren bei den de Talaveras arbeitet. Einige Zeit später ist Shaelynn dann tatsächlich wieder sauber geworden (es hat ziemlich lange gedauert, die Schmutzschicht aus ihren Haaren herauszubekommen), und sitzt im Nachthemd im Bett, als es wieder an der Tür klopft. Erst dachte Shaelynn es wäre wieder Marius, der erst vor wenigen Augenblicken den Raum verlassen hatte, und war dann umso mehr überrascht, als sie Cerys strubbeligen Haare durch den Türspalt luken sieht. „Shaelynn?“, fragt er vorsichtig und öffnet die Tür noch ein wenig mehr. „Komm nur rein“, meint Shaelynn und winkt ihn ins Zimmer. Cery folgt ihrer Aufforderung und lässt sich, nachdem er die Tür sorgfältig hinter sich geschlossen hat, neben sie auf ihr Bett fallen. Shaelynn beobachtet ihn aufmerksam und stellt fest, das er so frisch gewaschen und mit von der Wärme des Bades geröteten Wangen, noch süßer aussieht.
„Das ist echt total unglaublich! Ich hätte niemals gedacht, dass ich in ein warmes und so gut riechendes Bad steigen dürfte! Und dann sogar noch mit einem Diener. Das ist echt der Wahnsinn.“, sagt Cery aufgeregt zu Shaelynn. „Und du glaubst gar nicht, wie schwierig es war, mich vor dem Diener auszuziehen, ohne das der eine meiner vielen, im Mantel und Schuhen und in der Hose und im Pulli und eigentlich überall versteckten Waffen entdeckt. Ich glaube das hätte ziemlichen Ärger gegeben.“ „Hmm..vielleicht solltest du die Waffen direkt morgen an Shana ausliefern. Weil die wird die so oder so entdecken, und hinterher denken die wirklich noch, du wärst ein Spion!“, rät Shaelynn ihm.
Die beiden redeten noch ein wenig über den Tag, und beschlossen dann jedoch, das es wirklich Zeit zum schlafen gehen wäre, da der morgige Tag bestimmt sehr anstrengend werden würde. Bevor Cery jedoch aus ihrem Zimmer huscht, zieht Shaelynn ihn noch zurück zu sich und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. „ich mag dich wirklich gerne.“, flüstert sie und lässt ihn nun gehen. Müde und den Kopf voller Gedanken und Eindrücke über den heutigen Tag , lässt sie sich in ihr Bett fallen, bläst die Lampe aus und schläft in kurzer Zeit ein.
11.4.07 22:37
 


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