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Da die beiden nun ihre Teller geleert hatten, wird es Zeit, ihnen ihre Zimmer zu zeigen. Doch erst einmal müssen die übrigen Fragen geklärt werden. So setzt sie sich wieder in ihren Sessel, die Arme auf die Lehnen liegend. Kurze Zeit scheint sie in Gedanken versunken zu sein. Dann hebt sie ihren Kopf wieder und sieht die beiden nacheinander an. „Mh.“ Soll sie Cery ebenfalls als Vampirjäger ausbilden? Was würden ihre Geschwister dazu sagen, denn eigentlich werden nur Familienmitglieder ausgebildet. Während Shana grübelnd dasitzt, rutscht Cery unruhig in seinem Sessel hin und her. Er fühlt sich sichtlich unerwünscht und würde am liebsten davon kriechen. Doch möchte er Shaelynn auf keinen Fall alleine lassen, was sowohl ihn als auch sie traurig machen würde. Er schielt kurz zu ihr rüber und schenkt ihr ein kurzes Lächeln. Als Shana dann wieder das Gespräch aufnimmt, gleitet sein Blick wieder aufmerksam zu der Jägerin, denn vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung für ihn.

„Entschuldigt die lange Pause“, fängt sie, während sie die beiden mit festem Blick ansieht, was bei ihr keine unfreundliche Geste ist, sondern sich so mit der Zeit bei ihr eingeschlichen hat. „Wie bereits gesagt, könnten wir übermorgen, eventuell sogar morgen, mit deinem Training anfangen“, sagt sie zu Shaelynn. Dann wird ihre Stimme ernster. „Doch was ich mit dir mache, dass kann ich nicht sagen – noch nicht. Es ist schwierig, ich darf nicht einfach jeden zum Jäger ausbilden. Es ist ausschließlich den Familienmitgliedern vorbehalten.“ Sie räuspert sich kurz. Denn der Junge sieht sehr widerstandsfähig aus, er scheint kein verwöhntes Kind zu sein, das sich vor jedem ziert. Er würde sicherlich einen guten Jäger ausgeben. „Aber ich denke trotzdem, dass du eventuell die Stärke dazu hast.“ Sie sieht ihn eindringlich an. „Doch zuvor müssen wir natürlich klären, wer genau du bist und woher du kommst.“ Ihr Blick wird ein wenig eindringlicher. „Denn einen Spion möchte ich nicht in meinem Haus wissen.“ Dann entspannen sich ihre Gesichtszüge wieder und sie sieht sogleich etwas freundlicher aus. „Wenn alles geklärt ist, dann werde ich dazu bereit sein, dich ebenfalls als meinen Schüler aufzunehmen.

Cery atmet erleichtert auf. Für ein paar Sekunden hatte er wirklich Angst verspürt, als die Jägerin ihn angesehen hat. Doch er kennt seine Eltern nicht, da sie ihn bereits früh ausgesetzt hatten. Wie sollte er nun also erklären, wer er ist und woher er kommt? Und was, wenn sie weiß, wer seine Eltern sind und sie vielleicht verfeindet sind? Unbehagen breitet sich in ihm aus. „Ähm ..“, fängt er leise an. „Ich bin quasi ein Waisenkind. Ich wohne auf der Straße.“ Er schluckt. „Wie soll ich erklären, woher ich komme, wenn ich niemanden kenne, den ich zu meiner Familie zählen kann?“ Er sieht Shana kurz an und wendet den Blick aber sofort wieder ab.

Überrascht sieht die Jägerin ihn an. „Nun denn werden wir wohl ein paar Nachforschungen anstellen müssen. Aber ich kann dich beruhigen, solange du nichts unrechtes in diesem Hause tust, so wirst du von meiner Seite keine Gefahr spüren, klar?“ Dann steht sie wieder aus dem Sessel aus. „Du hast Recht, Shaelynn, ein Bad würde euch beiden gut tun. Folgt mir dann also.“ Sie geht durch den Raum, öffnet die schwere Holztür und tritt dann in den Flur hinaus. Es ist wirklich viel dunkler hier als in dem Raum. Selbst wenn es Tag wäre, die Dunkelheit ist immer in diesem Flur. Ohne dies zu berücksichtigen geht Shana vorran. Zwei Zimmer neben jenem, in dem sie eben saßen bleibt sie stehen. Als die beiden hinter ihr aufgeschlossen haben wendet sie sich Shaelynn zu. „Hier wird dein Zimmer sein. Sieh dich dort ein wenig um. Dann werde ich dir gleich einen Bediensteten herbei rufen, der dir das Bad anrichtet. Außerdem werde ich ihnen sagen, dass sie auch deine Wünsche zu erfüllen haben.“ Sie drückt die Türklinke herunter und öffnet die Tür. Auch in diesem Zimmer ist es dunkel, da es draußen bereits tiefste Nacht ist. Shana tritt ins Zimmer herein und macht eine der Öllampen an. Sofort erhellt die Lampe das Zimmer und taucht es in ein wohliges Licht. Dann deutet sie auf die gegenüberliegende Tür. „Dahinter befindet sich das Bad. Mach es dir hier gemütlich und warte, bis ich dir jemanden geschickt habe, ja? Ich werde derweil Cery sein Zimmer zeigen.“ Sie geht wieder zur Tür, Cery im Schlepptau. „Achja“, sie dreht sich noch einmal zu Shaelynn um. „Ihr könnt euch jederzeit sehen, doch denkt daran, dass Haus ist groß, man kann sich leicht verlaufen und ihr seid hier nicht allein. Eventuell werdet ihr einem meiner Geschwister über den Weg laufen. Diese Nacht eher nicht, da ich mich zur Zeit allein hier befinde, aber es könnte jederzeit sein. Nun denn, wir lassen dich jetzt allein.“ Damit schließt sie die Tür hinter Cery und sich.

Die beiden gehen die Treppe hinunter, so dass sie wieder in der Eingangshalle stehen. Von dort aus gehen sie den Gang gegenüber der Tür entlang. Sie gehen an der Küche vorbei, dann bleiben sie an dem vierten Zimmer stehen. Shana öffnet es und macht ebenfalls Licht an. „Dies hier ist das Gästezimmer“, sagt sie zu Cery und lässt ihn eintreten. „In der nächsten Zeit wird es dir gehören. Es ist nicht so groß wie die anderen Zimmer, aber es dürfe genügen. Es hat ebenfalls ein kleines Bad“, dabei deutet sie auf eine eher versteckte Tür rechts von ihnen. „Auch dir werde ich gleich jemanden schicken.“ Dann verlässt sie seinen Raum wieder. „Morgen früh werde ich dich hier abholen und dann besprechen wir das restliche.“

Sie tritt wieder in den Flur und macht sich auf den Weg in das Zimmer der Bedienstete, welches sich schräg gegenüber dem von Cery befindet. Dort müssen sich stets mindestens zwei Bedienstete aufhalten. Shana weist sie dann an, jeweils in eines der Zimmer zu gehen und das Bad anzurichten, sowie etwas zu trinken anzureichen. Dann macht sie sich selber noch einmal zu dem Zimmer von Shaelynn auf. Sie klopft kurz an und öffnet dann die Tür. Sie erzählt ihr kurz, dass sie das Mädchen morgen früh abholen wird. Dann zieht sie sich in ihr eigenes Zimmer zurück, welches sich schräg gegenüber von Shaelynn’s befindet. Dort entkleidet sie sich und legt sich dann in ihr Bett, um über die Ereignisse nachzudenken, bis sie dann der Schlaf einholt.

11.4.07 22:36
 


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