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Nachdem Shana und Cery den Laden der Schneiderin verlassen hatten, fing die grauhaarige alte Frau an, Shaelynn zu vermessen. Diese stand in der Mitte des Raumes und lies das Vermessen geduldig über sich gehen. Danach wurschtelte die Signora zurück in den Nebenraum, um kurz danach wieder mit dem Arm voller verschiedenfarbiger Stoffrollen herauszukommen. „So, dann schauen wir doch mal, ob wir eine schöne Farbe für dich finden“, meint die alte Frau mit ihrer freundlichen Stimme. Die Signora hatte hauptsächlich Stoffe in verschiedenen blau und grün Tönen sowie einen weißen Stoff mitgebracht, da diese Farben am besten zu Shaelynns roten Haaren passen. Nach einigem Hin – und herüberlegen und guten Ratschlägen der Signora entschied sich Shaelynn für ein waldgrün und weiß für die beiden normalen Kleider, und das Kampfkleid sollte dunkelblau werden. Nun holte Cecilia aus dem Nebenraum von den drei Stoffen größere Rollen, und nacheinander legte sie diese an Shaelynn an und steckte sie mit Stecknadeln fest, um sie hinterher passend zusammen nähen zu können. Nachdem sie sich für 3 verschiedene schöne Schnitte entschieden hatten, ging die Ladentür auch schon wieder auf und Shana und Cery kamen herein. Jetzt war Cery an der Reihe neue Kleidung zu bekommen. Lächelnd winkte Shaelynn Cery noch zu und verlies dann hinter Shana den Laden. Sie folgte ihr durch einige der verwinkelten Gassen, bis Shana vor einer Sattlerei stehen blieb. Der stechende Geruch von Leder drang Shaelynn in die Nase, und nach einem kurzen Rufen Shanas kam der kräftige Sattler aus dem Gebäude heraus. Sie schilderte ihm, was für einen Sattel Shaelynn bräuchte, und kurz danach kam der Mann schon mit einem schönen Modell aus seiner Werkstatt zurück. Shaelynn liebte den Geruch, den der neue Sattel verbreitete, und fand es daher auch nicht ganz so schlimm, ihn zu schleppen. Glücklich auch dies erledigt zu haben, eilen die beiden jungen Frauen zurück zum Laden von Signora Cecilia. Auch Cery hatte in der Zwischenzeit seine Wahl getroffen, und glücklich verlassen die 3 den Laden wieder.
3.9.07 14:10


Nachdem nun auch Cery bald mit passender Kleidung ausgestattet sein wird, macht sich Shana mit den beiden wieder auf den Weg zu den Pferden. Die Kleidung, die Schwerter sowie den Sattel bezahlte sie wie immer bar auf die Hand, auch wenn sie die Schwerter und die Kleidung nicht sofort mitnehmen konnte, da diese etwas Zeit in Anspruch nehmen bei der Herstellung. Doch Shana vertraut den Händler, in zwei bis drei Tagen würde sie einen Bediensteten vorbei senden, der die Sachen abholen würde und zum Palazzo bringen würde. Es ist nun bereits Nachmittag, die Sonne steht hoch am Himmel und es ist sehr warm. Shana lässt ihren schwarzen Mantel trotzdem an, da sie den Blick auf ihre Waffen nicht unbedingt jedem preisgeben möchte, nicht, dass sich dann jemand provoziert fühlt. So schwitzt sie nun ein wenig, doch es stört sie kaum. Zusammen mit Shaelynn und Cery bahnt sie sich den Weg durch die verschiedensten Gassen frei, die sich bereits mit Menschen voll gefüllt hatten. So geht es hier in Rom jeden Nachmittag zu, die Geschäfte haben alle geöffnet und die Kundschaft strömt fröhlich heran, um ihren täglichen Besorgungen nachzugehen.

Endlich betreten sie wieder die breite Gasse nahe des Stadttors, sie führt die beiden wieder zu dem Geschäfts des Mannes, bei welchem sie ihre Pferde abgestellt hatten. „Wartet hier auf mich“, wand sie sich Shaelynn und Cery zu, während sie die Ladentür des Mannes aufdrückte. Shaelynn und Cery kamen ihr nicht nach, so schloss sie die Tür wieder hinter sich. Der Mann führte ein Geschäft mit Töpferwaren. Der einzige Grund, warum er sich hier angesiedelt hatte war, dass hier viel mehr Reisende vorbei kamen als anderswo. Shana blickt sich zwischen all den bunten Schalen und Gefäßen um, betrachtet die eine oder andere Sache etwas näher und geht dann in Richtung des Tresen, der im Moment nicht von dem Mann oder seiner Frau besetzt ist. Sie lehnt sich mit einem Ellbogen auf die Kante auf und sieht sich noch einmal um. Im nächsten Moment kommt der Mann bereits nach vorn, da er sie gesehen hatte. „Signora de Talavera“, begrüßt er sie heute zum zweiten Mal. Sie nickt freundlich auf seine Begrüßung. „Ich wollte meine Pferde abholen“, sagt sie, während sie in ihrer Manteltasche kramt und dem Mann einen Beutel voller Geld in die Hand drückt. Der Mann lächelt zufrieden und verlässt zusammen mit der Vampirjägerin den Laden.

Draußen treffen sie wieder auf Shaelynn und Cery, die immer noch vor dem Geschäft warteten. „Wir holen nun wieder die Pferde“, sagt sie den beiden zugewandt und verschwindet dann hinter dem Mann im Stall. Shaelynn und Cery folgen den beiden. Es ist ein kleiner, doch sehr sauber gehaltener Stall, den der Mann besitzt. Die Pferde der drei sind immer noch gesattelt und getrenst. Shana bindet Araldo los und führt ihn aus dem Stall hinaus. Als auch Shaelynn und Cery den Stall verlassen hatte, steigt sie galant auf Araldo auf. Zusammen mit den beiden Kindern verlässt sie Rom wieder durch das Stadttor. Während sie sich dann im Trab von der Stadt wegbewegen, wendet sie sich wieder Shaelynn und Cery zu. „In drei Tagen werde ich einen Bediensteten schicken, der wird eure Kleider und Schwerter abholen. Bis dahin werden wir so etwas trainieren, doch richtig fangen wir erst an, wenn ihr eure eigenen Waffen habt. Es ist einfach sinnvoller. Wenn wir wieder im Palazzo ankommen, werden wir etwas essen und dann werden wir uns auf der Wiese hinter dem Palazzo treffen und ich werde euch ein wenig in die Kunst des Kampfes einweisen.“ Sie schaut zu den beiden hinüber. „Oder gibt es noch Einwände?“

9.9.07 18:46





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