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Shaelynn de Talavera trottet nun schon seit Stunden hinter dem alten Mönch hinter her. Ihre Stute lässt sie am langen Zügel neben ihr laufen. Reiten durfte sie nicht, weil der Esel des alten Mönches zusammenklappen würde, wenn er sich wieder auf ihn draufsetzen würde. Seit Shaelynn und der Mönch, Pater Paul, aufgebrochen waren, war schon gut ein Monat vergangen. Doch nun waren sie endlich am Ziel. Nämlich in der berühmten Stadt Rom. Man hatte Shaelynn schon viel über diese Stadt erzählt, auch, dass dort eine nahe verwandte Familie wohnt. Es ist der europäische Zweig der Talaveras. Shaelynn ist nun zu ihnen geschickt worden, weil ihre Eltern ermordet wurden sind und ihre Tante es sich nicht leisten konnte, noch ein Kind zu ernähren.
Deshalb ist Shaelynn mit einem Bruder des nahegelegenem Klosters nach Rom zum Rest der Familie geschickt worden. Auch wenn sie die Kirche nicht mochte und schon lange den Glauben an Gott verloren hatte, respektiert sie die Weltansicht des Ordenbruders. Mittlerweile wusste sie schon viel über ihn, denn was soll man auf einer langen Reise außer erzählen sonst noch groß machen? Pater Paul hat ihr während dem ganzen langen Marsch seine gesamte Lebensgeschichte erzählt. Von seiner Jugendzeit, wo er nie ihm Leben dran gedacht hätte, das er später mal ins Kloster gehen würde, dann von seiner Zeit als wilder Jüngling (obwohl Shaelynn ihm vieles nicht glaubte) und anschließend noch von seiner Zeit als braver Klosterbruder.
Im Gegenzug zu seiner Offenheit erzählte auch sie ihm etwas von ihrem Leben. Pater Paul wusste nun, dass sie eine behütete Kindheit hatte und nichts zu fürchten hatte. Ihr großer Bruder hatte ihr dabei geholfen, sich wehren zu können und auch seine Meinung sagen zu können, wenn ihr was gegen den Strich geht. Ihm verdankt Shaelynn viele gute Eigenschaften. Doch bevor er ihr noch mehr beibringen konnte und ihr helfen konnte, wanderte er aus. Sie weiß nur, dass auch er in Italien gelandet ist, doch wo genau konnte sie nicht heraus finden. Vor wenigen Wochen jedoch geschah das unfassbare, die ganze Welt von Shaelynn stürzte zusammen. Ihr Eltern sind mitten in der Nacht von Auftragskillern ermordet worden. Hätte sie selbst in dieser Nacht nicht zufällig bei ihrer Tante gewohnt, so wäre auch sie nicht mehr am Leben.
Nach dem Tod ihrer Eltern folgte für Shaelynn eine schwere Zeit. Sie bekam nicht mehr viel um sich herum mit, und an die Beerdigung wollte sie am liebsten gar nicht denken. Der Priester hatte ein paar Worte gefaselt, die Menschen hatten ein paar Lieder gesungen und im Anschluss wurde ihr von einer Menge Leute die Hand geschüttelt, auch von vielen die sie gar nicht kannte, die Shaelynn ihr Beileid kundtaten. Ihre Tante kümmerte sich um Shaelynn und sorgte auch dafür, dass sie mit Pater Paul nach Rom reisen konnte. Nun sieht sie die große Stadt zu ersten Mal. Mit offenem Mund starrt sie all die Häuser und Tempel und alles was dazu gehört an. Sie befinden sich noch ein gutes Stück  auf einer Anhöhe von der Stadt entfernt.
: Pater Paul, der diesen Anblick nicht zum ersten Mal genoss, lächelt verschmitzt und sagt ihr augenzwinkernd: „warte erst mal, bis du die Stadt von innen gesehen hast" Nun kann es Shaelynn gar nicht mehr erwarten. Ihr kommt es vor, als wäre der Ordensbruder noch langsamer als sonst. Doch endlich haben sie auch noch die Strecke bis zu den Stadttoren geschafft, und schreiten unter der kritischen Musterung der Soldaten in die Stadt hinein. Staunend betrachtet sie das hektische Treiben auf den Straßen Roms. So viele Menschen auf einmal hat sie noch nie gesehen, da sie aus einem ziemlich kleinem Dorf kommt
"Und hier zwischen all diesen engen Häusern gibt es ein Kloster?" Ungläubig starrt Shaelynn den Mönch an und wartet auf dessen Antwort. "oh ja, es ist auch nciht weit von hier. Präge dir noch mal den Namen ein, es ist das Benediktiner Kloster. Wenn du Hilfe brauchst, oder nicht wieter weißt, dann frag dich bis dahin durch." Jetzt war der Augenblick gekommen. Nun musste Shaelynn ihren Weggefährten verlassen. Abschiede waren immer schwer, besonders wenn man jemanden so ins Herz geschlossen hat, wie sie es bei Pater Paul gemacht hat. Sie guckt ihn an und meint leise: "ich hoffe zwar, dass ich es alleine schaffe, aber ich werde dich auf jeden fall besuchen kommen! Lebe Wohl Pater Paul!" Mit Tränen in den Augen umarmte sie den Mönch. Sie drückt ihn ein letztes Mal, dreht sich dann um und mischt sich mit ihrem Pferd in die zum Marktplatz strebende Menschenmenge.
11.4.07 21:44


Shana ist wie üblich dabei, ihr Kurzschwert zu polieren, es von den Blutresten zu befreien. Blitzeblank, so soll es sein. Stunden kann sie damit verbringen, es zu reinigen, auch in dem Gewissen, dass es viel schneller wieder schmutzig wird als sie es säubern kann. Doch es ist erst später Nachmittag, geschlafen hatte sie genug für diesen Tag, was zählt ist die Nacht, und darauf gilt es sich vorzubereiten. Für gewöhnlich ist es ihr Tagesablauf, dass sie den Tag über mit Schlafen verbringt und die Nächte mit dem Jagen von Vampiren. Doch gibt es auch andere Tage, an denen trainiert sie den Umgang mit der Waffe und auch das Reiten. Natürlich trainiert sie nicht mehr so häufig, wie sie es früher hatte tun müssen. Doch trotzdem muss sie immer in Übung bleiben, das ist überlebenswichtig in ihrem Beruf. Dann gibt es auch noch die Tage, die sie mit Aufträgen verbringt, ein sehr einträglicher Beruf. Sie bekommt einen Auftrag und sie führt ihn aus.

Oft ist es abwechslungsreicher, als Vampire zu jagen, mal ganz abgesehen davon, welchen Spaß man mit seinen Opfern haben kann. Doch nimmt sie nicht so häufig Aufträge an, denn meist dauern sie mehrere Tage und dafür hat sie nicht immer Zeit geschweige denn Lust. Doch oft ändern Gold auch die Einstellung dazu. Man kann nicht sagen, dass die Vampirjägerin –und überhaupt die Familie de Talavera- arm wäre. Doch zu Gold sagen sie eigentlich nie nein. Wie sagt man so schön, Geld regiert die Welt. Und in gewissermaßen stimmt das auch. Mächtig sein, ja, dass würde der Vampirjägerin durchaus gefallen. Ein schöner, recht ansprechender Gedanke. Sie hat sich durchaus einen gewissen Stellenrang errungen durch das Vampire jagen, doch wirklichen Einfluss hat sie nicht, nur einen gewissen Ruf. Nun gut, es wird auch reichen, doch irgendwann wird sie ihren Einfluss erweitern. Umso eifriger beschäftigt sie sich mit ihrem Schwert. Es kleben kaum noch Blutreste an dem Kurzschwert.

Kurze Zeit ist es sauber genug, es glänzt sogar ein wenig in der untergehenden Abendsonne. Ja, so hat sie am liebsten. So verlässt sie die Terrasse des Palazzos. Sie lässt die Außentür hinter sich zu fallen, wie sie es immer zu pflegen tut. Mit schnellen Schritten durchquert die den langen Korridor, bis sie an der großen Treppe angelangt ist. Diese geht sie ebenfalls hinauf, ihr Zimmer befindet sich nämlich im oberen Stockwerk. Mit einem mehr oder weniger lauten Knall lässt sie auch die Tür ihres Zimmers ins Schloss fallen. Zielstrebig geht sie auf den großen Wandschrank zu, der sich direkt neben der Tür befindet. Wie üblich herrscht in dem Schrank das Chaos, doch trotzdem hat sie schnell gefunden, wonach sie gesucht hat: ihren langen, schwarzen Mantel. Sie wirft ihn mit einer knappen Armbewegung auf den gegenüberliegenden Sessel und kramt dann weiter in ihrem Schrank. Was ihr fehlt, dass ist ihr Waffengurt, ohne ihn würde sie nicht losgehen.

Kurze Zeit später hat sie ihn dann doch gefunden. Ohne großartig Zeit zu verlieren befestigt sie sich diesen um die Hüfte, zieht ihn so fest, dass er auf keinen Fall rutschen kann. Ihr knielanges, rotes Kleid wird dabei leicht zerknittert, was sie aber nicht weiter stört. In einer Zimmerecke entdeckt sie dann ihre schwarzen Stiefel, die sie ebenfalls anzieht, sie passen einfach perfekt zum Gesamtbild. Zu guter Letzt streift sie sich dann den Mantel über, der fast bis zum Boden reicht. Bis zur Hüfte knöpft sie ihn zu, so dass sie sich noch problemlos damit fortbewegen kann. Die Kapuze lässt sie auf dem Rücken hängen, sie würde diese erst bei Einbruch der Nacht benötigen. Das Kurzschwert und ein Dolch sind schnell an dem Waffengurt befestigt und werden gut von dem Mantel verdeckt. Dann wäre sie fertig. Da keiner ihrer Geschwister anwesend ist, so verlässt sie im Eilschritt das Haus, schließlich muss sie sich von niemandem verabschieden. Draußen angekommen, läuft sie zum Stall.

Sie hatte nicht vorgehabt, zu Fuß nach Rom zu gehen, da der Palazzo doch ein paar Meilen entfernt liegt. Es wurde extra Wert darauf gelegt, dass der Palazzo abseits steht, nicht im Auge der Stadt. Im Stall steht ihr schwarzer Hengst Araldo, der ihr seit Jahren ein treuer Gefährte gewesen ist. Einer der Stalljungen sattelt ihr das Pferd, so dass sie dann endlich losreiten kann. Und schon verlässt sie das geräumige Grundstück des Palazzos und prescht im Galopp mit Araldo durch den angrenzenden Wald. Das Hufgeklapper ist deutlich zu vernehmen, doch stört es sie um diese Tageszeit nicht. Es ist circa eine Stunde und eine halbe vergangen, da erreicht sie die Tore Roms. Wie immer sind diese mit Wachposten besetzt, doch ist sie hier bekannt und kann deshalb ohne großartige Umschweife in die Stadt. Sie passiert das Stadttor und reitet mit ihrem Pferd zu dem nächstbesten Lokal. Hier kann sie ihr Pferd anbinden, da es sich mit Pferd in der Nacht nicht so gut fortbewegen lässt.

Für ein paar Goldstücke ist auch der Lokalbesitzer damit einverstanden und schon ist sie zu Fuß unterwegs. Erst einmal will sie sich ein wenig in der Stadt umsehen, denn häufig ist sie nun auch nicht hier. Und es ist immer wieder spannend, was hier Abends los ist. Oftmals gibt es etwas zu sehen, wenn auch vielleicht nur ein paar Gaukler, aber was soll’s.

11.4.07 21:45


Shaelynn wandert mit großen Augen durch die Straßen Roms. Noch nie war sie in einer so riesigen Stadt gewesen. Und vor allem nicht alleine. Manch einer der schnell an ihr vorbeihetzenden Römer denkt sich vielleicht, dass sie eines der vielen Straßenkinder der Stadt ist. Doch der erste Blick trügt. Denn Shaelynn ist keineswegs ein Straßenkind. Sie ist auf der Suche nach dem Rest ihrer Familie. Staunend schlendert sie an einer Menge an Marktplatzständen vorbei. Die Händler bieten hier Dinge aus aller Welt an - exotische Früchte, fließende Stoffe, nutzlose Glücksbringer und noch vieles mehr. Ein Marktstand zieht sie besonders an. Auf dem großen Tisch sind sehr viele verschieden farbige Stoffbahnen aufgereiht, in allen Farben und aus vielen verschiedenen Stoffen. Shaelynn kann ihre Neugier nicht zurück halten und fährt mit einer Fingerspitze über einen samtweichen dunkelroten Stoff

 

 ~Wenn ich einmal reich werde, lasse ich mir ganz viele Kleider aus solch einem Stoff schneidern.~ ,beschließt sie. Sie zuckt erschrocken zusammen ,als der Marktstandbesitzer sie mit rauer und unfreundlicher Stimme anfährt, dass sie ihre dreckigen Finger von seinen Waren nehmen soll. Eingeschüchtert schiebt sie sich wieder in den Menschenstrom hinein und lässt sich weiter in Richtung Forum treiben. Nun wird ihr auf einmal bewusst, dass sie ja eigentlich gar nicht weiß, wohin sie gehen soll. So groß wie diese Stadt ist, wird sie ihre Verwandten niemals finden. Sie weiß ja noch nicht mal wie ihre Cousinen aussehen - und ob sie überhaupt noch leben. Das letzte Lebenszeichen, so sagte ihre Tante, gab es vor einem jahrzehnt. Hungrig und verzweifelt lässt sich Shaelynn am Straßenrand an einer Hauswand nieder und leise schluchzend vergräbt sie ihren Kopf in ihren Händen. Nun saß sie mitten in Rom, ohne Geld, ohne Essen, hungrig  und ohne einem Dach über dem Kopf.

 

Verzweifelt kramt sie in ihrem Kopf nach einem Weg aus dieser aussichtslosen Situation, als ihr auf einmal eine Hand auf die Schulter gelegt wird. Sie spürt wie sich der Besitzer der Hand neben sie auf den Boden gleiten lässt. Mit verheulten Augen blickt sie ihren Gegenüber an. „“Ja hallo wen haben wir denn hier? Wer bist du?““ ,fragt der etwa 14 jährige Junge, der nun seine Hand von ihrer Schulter nimmt. „“Warum bist du denn so verzweifelt? Und so ganz allein in Rom?““ Erleichtert endlich wenigstens mit jemand anderem als sich selbst reden zu können antwortet Shaelynn ihm: „“ Also ,ich bin Shaelynn de Talavera und ich bin auf der Suche nach meinen Verwandten, die hier irgendwo in der Stadt wohnen sollen. Und wer bist du?““ Während sie ihm antwortet, mustert Shaelynn ihn unauffällig. Sein blondes Haar ist wild verstrubbelt und ein paar widerspenstige Strähnen hängen ihm über seinen grünen Augen. Im Moment umspielt ein leises Lächeln seinen Mund.

 

:“ Ich bin  Cery und vielleicht kann ich dir ja bei der Suche nach deinen Verwandten helfen. Möchtest du ein Stück?““, fragt er und bietet Shaelynn ein Stück von dem Brot an, welches er in der Hand hält. Dankend nimmt sie es entgegen und schlingt es hungrig hinunter. „“Weißt du, meine Eltern sind vor ungefähr 3 Monaten ermordet wurden. Denn eigentlich komme ich aus Amerika und habe bis dahin auch noch dort gewohnt. Doch als sie tot waren, wusste ich weder aus noch ein. Denn meine Tante kann nicht noch ein Kind bei sich aufnehmen und andere Verwandte habe ich in Amerika nicht. Also bin ich in Begleitung eines Mönches hierher geschickt worden  Doch erst jetzt wird mir auf einmal bewusst, dass ich ja gar nicht weiß, wo ich nach meinen Verwandten suchen soll."
"Ich war noch nie in einer so riesigen Stadt und das einzige was ich über den hier ansässigen Familienstamm der Talaveras weiß, ist dass sie eben auch de Talavera heißen. Kannst du mir vielleicht weiter helfen? Hast du vielleicht schon mal was von den Talaveras gehört?““ Gespannt wartet Shaelynn auf eine hoffentlich positive Antwort.
11.4.07 21:46


Cery legt den Kopf schief und sieht das junge Mädchen an. Bevor er ihr antwortet kaut er ein wenig an seinem Stück Brot herum, dass er sich erst heut morgen ergaunert hatte. Es ist nicht schwer für ihn, in solch einer geschäftigen Stadt etwas zu ergaunern, er fällt kaum auf in der Menge der vielen Menschen. Mal ganz abgesehen davon hat er sich auch ein paar Waffen ergaunert, so dass er sich mittlerweile auch recht gut zur Wehr setzen kann. So hörte er ihr also aufmerksam zu, schließlich trifft er nicht jeden Tag auf solch ein schönes, junges Mädchen. Und dazu ist sie auch noch allein unterwegs. „Doch, ich glaube, ich habe den Namen schon einmal gehört. Du musst wissen, dass ich so einige Leute hier kenne. In einer solchen großen Stadt bekommt man manchmal mehr zu hören, als einem lieb ist.“ Er zwinkert ihr kurz zu, kaut dann weiter an seinem Brot herum. Dann sieht er leicht misstrauisch zu ihrem Pferd hoch. „Wo hast du das denn her? Bist du so reich?“

Reichtum ist schon immer verlockend gewesen für ihn, schließlich hat er noch nie Geld besessen, nur wenn er sich welches klauen konnte, was allerdings recht selten vorkommt. Je älter er wird, desto schwerer wird es, als kleiner Junge ist er kaum aufgefallen, doch nun ist es anders. Zwar wird er noch als Junge angesehen, da er kein Geld für angemessene Kleidung besitzt. Das einzige, was ordentlich an ihm aussieht, dass ist der lange Mantel, der die gestohlenen Waffen verdeckt. Er streicht sich kurz eine seiner widerspenstigen Haarsträhnen aus dem Gesicht und blickt das Mädchen dann wieder an. „Weißt du was, wir können durch einige Tavernen ziehen und uns nach deinen Verwandten umhören. Was meinst du dazu?“ Zuversichtlich blickt er sie an und nimmt sich auch noch das letzte Stück Brot, welches er auch gleich verdrückt hat. Wer weiß, wer es ihm sonst wieder wegnimmt. Jeder ist sich selbst der nächste.

11.4.07 21:46


Shaelynn de Talavera: Nun flackert wieder ein Funke Hoffnung in ihr auf, nachdem sie weiß, dass Cery ihr helfen wird. Es fühlt sich doch schon viel besser sein, jemanden zu haben, der einen unterstützt. Nun antwortet Shaelynn dem Jungen mit einem ironischen Schnauben: Reich? Das war einmal. Bevor man meine Eltern ermordet und ihre gesamten Reichtümer und alles vorhandene geld gestohlen hat. Zu allem Überfluss ist auch noch unsere Villa verbrannt worden. Ich bin froh, das es wenigstens meinem Pferd gut geht., meint sie und tätschelt bei diesen Worten die Nüstern ihrer schwarzer Stute Aimeé. Sie ist das einzige was mir noch geblieben ist, außer meinem Leben. Aber nun genug getrauert, dann lass uns mal nach meiner Familie suchen  und mit neu gewonnener Energie    erhebt sie sich mit einer eleganten Bewegung vom Boden.

 

Mit schnellen Handbewegungen klopft sie sich den Staub von ihrem weißen Kleid und streicht es glatt. Schüchtern lächelt sie Cery an und erwischt sich dabei, mal wieder ihre Haarsträhne hinters Ohr zu streichen. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass sie nervös ist, und Nervosität in der Nähe eines Jungens ist sehr vielsagend. verlegend wendet sie sich ihrer Stute zu und tätschelt deren Hals.  Die Röte, welche ihr ins Gesicht gestiegen war verschwand und nun dreht sie sich erneut um. "Nun denn, wohin wollen wir als erstes? Ich kenne mich hier nicht aus, du bist der Führer. Und schlage bitte ein nicht allzuschnelles Tempo an, es ist nicht einfach sich mit einem Pferd durch diese verdammten Menschenmengen zu bewegen. Wo wohnst du eigentlich?", versucht Shaelynn mit dem außerordentlich anziehenden und gutausehendem Jungen ins Gespräch zu kommen.
11.4.07 21:47


Cery steht nun ebenfalls auf, da er auch das letzte Stück Brot aufgegessen hatte. „Nun gut, wir werden uns als allererstes mal in der Nähe der Stadttore umsehen und umhören. Meist erfährt man dort am meisten.“ Dann sieht er sie noch einmal eindringlich an. „Doch sei immer auf der Hut, je weiter wir uns den Stadttoren nähern, desto komischere und gerissener Leute treiben sich dort herum. Sage später nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.“ Er belässt es erst einmal bei dieser Warnung, schließlich ist er ja auch noch dabei und würde sie im Zweifelsfall beschützen können, wenn wirklich etwas passieren würde. Bevor er losgeht wirft er dem Mädchen noch einen verstohlenen Blick zu, dann wirft er den Mantel zurück und geht los durch die scheinbar größer werdende Menschenmenge. Gegen Abend füllen sich die Straßen genauso wie gegen Morgen. Die Massen drängen sich in die vielfältigen Lokale, die nun erst aufmachen. Er geht extra langsam, so dass Shaelynn ihm gut folgen kann.

 

So bahnt er sich erst einmal den Weg durch die Massen, bis er dann in einer der vielzähligen Nebenstraßen einbiegt, wo es schlagartig leerer ist. Er bleibt kurz stehen, um auf Shaelynn zu warten, schließlich wollte er doch noch auf ihre letzte Frage antworten. Als sie dann mit ihm auf einer Höhe ist, sieht er sie an, geht dabei aber in einem gemächlichen Schritt weiter. „Also ich wohne wieder hier noch dort. Doch man trifft mich meist am Markt an. Dort besorge ich mir mein Essen.“ Ein verstohlenes Grinsen tritt auf sein Gesicht, er kann sich vorstellen, dass sie es nicht besonders toll findet, wie er lebt, doch bleibt ihm nichts anderes übrig. Da er weder Familie noch Verwandte hat, so schlägt er sich allein durch. „Es ist nicht mehr weit, dann erreichen wir die Randbezirke, dort erfahren wir sicher mehr.“ Er schenkt ihr ein kurzes Lächeln. „Dann musst du dir keine Sorgen mehr machen.“ Am liebsten würde er sich auch nie wieder Sorgen machen, doch verläuft sein Leben eben ganz anders.

 

Und schon wieder biegen sie in eine weitere Seitenstraße ein, in der sich bereits düster ist, die Schatten der Hauswände lassen kaum Licht hindurch. Der Abend macht sich nun deutlich bemerkbar, so dass er unmerklich seine Schritte beschleunigt. Am sichersten wäre es natürlich, sich in sein Versteck zurückzuziehen, doch so würden sie die Verwandten des Mädchens wohl nicht finden. Vorallem da ja bekannt ist, dass sie Vampirjäger sind und die treiben sich ja vorwiegend nachts hier herum. „Wenn du Angst hast, dann sag mir Bescheid, ja?“, sagt er, mit einem Seitenblick auf Shaelynn. Doch die nächste Straße ist etwas heller und auch schon die erste Taverne ist zu sehen. „Hier werden wir zuerst nachfragen, einverstanden?“, sagt er, mit dem Finger auf die Taverne zeigend.

11.4.07 21:47


Shaelynn de Talavera bahnt sich hinter Cery einen Weg durch die Menge. Mit jedem weiteren Augenblick gefällt ihr der Junge besser. Noch nie hat sie jemanden sofort so sympatisch gefunden. Auch diese lässige Lebensart des Jungens, sie konnte sich ganz genau vostellen, was er mit essen besorgen meinte und musste darüber schmunzeln. Auch die Sorge Cerys darum, dass sie Angst haben könne, gefiel ihr. Denn es erinnerte sie auch leicht an ihren Bruder und der war stehts auch zugleich ein guter Freund von ihr gewesen. Denn mit Menschen dieser Art kam Shaelynn immer gut aus. Nun standen sie beide vor der Taverne. Misstrauisch beäugte sie das Haus, jedoch war es anscheinend nicht ganz so schäbig und dreckig, wie es auf den ersten Blick aussah.

 

Shaelynn zögert noch einen Augenblick, dann geht sie mit sicheren Schritten auf die Taverne zu. Ihre Stute im Schlepptau nähert sie sich der Eingangstür und ruft dabei über die Schulter zu Cery: "Also wie es aussieht haben die dort auch einen Stall. Vielleicht kann ich ja dort mein Pferd für ein paar Stunden unterstellen, denn ohne sie würden wir auf jeden Fall schneller voran kommen. Und außerdem brauch ich mir auch nicht die ganze Zeit Sorgen  machen, dass jemand so dreist ist sie mir hinter dem Rücken weg klaut. Ich denke mein Geld reicht noch gerade dafür, den Stall zu bezahlen. Nun gut, dann lass uns dort mal nachfragen."

 

Sie geht um die Taverne herum zur anderen Hausseite, wo sich auch , wie von ihr richtig vermutet, ein Stall befindet. Nach einem kurzen Rufen kann sie auch einen Stallburschen aus dem nach Stroh, Heu und Pferd riechenden Schuppen herauslocken. Nach einem kurzen Gespräch führt der Stallbursche ihr Pferd zu den anderen in den Stall hinein und Shaelynn macht sich mit Cery zusammen wieder zu dem Eingang der Stube auf. Etwas zögernd öffnet sie die schwere Holztür und bleibt dann erblindet in dem Schankraum stehen, da sich ihre Augen erst an das dämmrige Licht gewöhnen müssen. Nachdem sich ihre Pupillen den Lichtverhältnissen angepasst haben, blickt sie sich fragend zu Cery um. "Nun gut, wen sollen wir denn jetzt fragen?", fragt Shaelynn den Jungen etwas hilflos bei dem Anblick der vielen Gäste.
11.4.07 21:48


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