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Shana legt mit Araldo ein stattliches Tempo vor. Die beiden sind ein eingespieltes Team und trainieren häufig ihre Ausdauer. Doch heute zügelt sie Araldo ein wenig, so dass Shaelynn und Cery ihr folgen können. Trotzdem zieht sie es vor, den kleinen Trupp anzuführen anstatt neben den beiden zu reiten. Dunkelheit senkt sich langsam über das Land und taucht es in seichtes Licht. Je weiter sie sich von Rom entfernen, desto mehr nimmt die waldige Landschaft um sie rum zu. Erst sind es nur vereinzelte Bäume und Büsche, welche jedoch schnell einem ganzen Wald weichen. Der Palazzo liegt nun nicht mehr weit entfernt. Man merkt es auch daran, dass die Luft nicht mehr so dreckig ist, wie sie es in Rom ist. Hier ist sie klar, durchzogen von dem würzigen Duft des Waldes. Vielleicht mag einem der Duft bedrohlich vorkommen, doch Shana liebt diesen Duft. Er hat etwas durchtriebenes. Ein kurzer Blick zurück und schon prescht sie weiter voran. Es ist nun gut anderthalb Stunden her, dass die drei Rom verlassen hatten. Sie reiten nun einen schmalen Pfad entlang, der abrupt auf einer Wiese endet. Shana pariert Araldo durch, der langsam zum Stehen kommt und wartet, dass Shaelynn und Cery neben ihr sind. „Nun, da wären wir. Vor euch erstreckt sich nun das Gelände der ‚de Talaveras“, sagt sie stolz. „Nur wenige haben es je betreten, also fühlt euch gewissermaßen geehrt.“ Sie hält kurz inne. „Folgt mir nun weiter.“ Sie reitet nun in einem mittleren Trab über die Wiese bis sie zu einem gepflasterten Weg kommen. Hier pariert sie zum Schritt durch. Araldo’s Schritte hallen auf dem Gelände wider. Es sind jetzt noch etwa 600 Meter bis zum Palazzo, welcher sich jetzt bereits in seiner monumentalen Größe vor ihnen erstreckt. Jedes Mal wieder genießt sie seinen Anblick. Dann endlich erreichen sie das Eingangstor, welches ihnen sogleich geöffnet wird. Es ist noch einmal ein zusätzlicher Schutz des Hauses. Sie parieren es und befinden sich nun im Eingangsbereich des Palazzos. Ein Bediensteter des Hauses kommt ihnen entgegen. Elegant schwingt sich Shana von ihrem Pferd und überlässt die Zügel dem Bediensteten. Danach weist sie ihn an, auch das Pferd von Shaelynn zu nehmen und im benachbarten Stall unterzubringen. Wartend sieht sie Shaelynn und Cery an. „Wir sind da.“

11.4.07 22:31


„Ja, ich muss nur noch schnell Aimeé satteln“, antwortet Shaelynn und führt nun ihrerseits ihre Stute auf die Stallgasse.  Der Sattel war auf eine Halterung vor der Boxentür gelegt worden und innerhalb von ein paar Sekunden war ihr Pferd fertig gesattelt und die Reisetaschen wieder am Sattel befestigt. „Bist du schon einmal richtig geritten, Cery?“, fragt Shaelynn diesen und als dieser verneinend den Kopf schüttelt (Tschuldigung Sarah, aber sonst hätte ich nicht weiter schreiben können...) antwortet sie: „Gut, dann setzt du dich am besten hinter mich und hälst dich gut an mir fest, okay?“ Dann zeigte sie ihm, wie er in den Sattel kommen konnte, und als er mit ein bisschen Nachhilfe auf dem Pferderücken saß, schwang auch sie sich in den Sattel, nahm die Zügel in die Hand und ritt aus dem Stall heraus. Ihr war es gar nicht so unrecht, dass Cery kein eigenes Pferd hatte, denn so konnte sie seine Nähe in allen Zügen genießen. Seine hübschen Hände lagen angenehm um ihre Hüfte geschlungen. Im gemächlichen Tempo ritt Shaelynn Shana hinterher, welche sie durch die Gassen Roms und schließlich zum Stadttor hinaus führte. Shaelynn war sehr gespannt, wohin die Reise wohl gehen würde und wie wohl der ‚Palazzo’ aussehen würde, von dem Shana geredet hatte. Sie freute sich schon darauf, nach so vielen Wochen wieder in ein normales Haus einkehren zu können. Und vielleicht gab es dort ja auch die Möglichkeit sich einmal ordentlich zu waschen, denn während ihrer Reise hatte sie nicht viele Möglichkeiten sich zu pflegen und dementsprechend roch sie auch. Gespannt ritt sie Shana hinterher.
11.4.07 22:30


Shana hörte dem Redeschwall des jungen Mädchens zu bis sie geendet hatte. „Nun, das kling sehr interessant. Und ja, einen Teil der Geschichte kenne auch ich. Mein Großvater hat sie mir damals erzählt.“ Sie beäugt das junge Mädchen noch einmal genauer. „Und du sagst, dass keiner der Familie, außer Dir natürlich, mehr lebt. Das ist tragisch.“ Sie senkt kurz ihren Blick, hebt ihn dann aber wieder und sieht erst das Mädchen und dann den Jungen an. „Also ich schlage vor, dass ihr zwei mich zum Palazzo begleiten werdet und wir uns dort noch einmal genauer unterhalten werden.“ Sie räuspert sich kurz. „Auch wenn ihr mir nicht so erscheint, so muss ich doch sicher sein, dass dies kein Trick ist.“ Kurz sieht sie sich die Stute des Mädchens an. „Ein Pferd habt ihr zwei?“ Ihr Blick wandert zu dem Jungen. „Oder besitzt Du auch eines?“ Sie dreht sich kurz um, denn ihr Hengst steht in der Box nebenan. „Ich habe ein Pferd. Wenn ihr zwei nur eins habt, so werdet ihr auf einem zu zweit reiten müssen. Denn ich schlage vor, dass wir jetzt sofort aufbrechen.“ Dann verlässt sie die Box und geht in die angrenzende Box, in welcher Araldo steht. Sie klopft ihm leicht den Hals, dann sattelt und trennst sie ihn. Dann wirft sie die Zügel über den Hals und führt ihn aus der Box ins Freie. Ihr Blick schweift nun wieder ins Innere. „Seid ihr bereit?“

11.4.07 22:29


Dankbar das Cery den schwierigen Anfang für sie gemacht hat, lächelt Shaelynn den Jungen an und dreht sich dann wieder zu Shana um. Dieser erzählt sie nun ihre Geschichte, angefangen mit der Auswanderung ihrer Urgroßeltern aus Italien in die USA, über den Mord ihrer Eltern, bis hin zu der Reise nach Rom und letztendlich die Begegnung mit Cery. Sie kommt sich wie ein kleines plapperndes Kind vor, da die Wörter ihr einfach so aus dem Mund gesprudelt kommen, ohne dass sie was dafür kann. Mit ihren schlanken Händen gestikuliert sie viel und unterstreicht damit noch die Bedeutung ihrer Worte. Unruhig flattert ihr Blick immer wieder zu Cery, um sich von ihm Ermutigungen und Bestätigungen zu holen.
„Ja, und jetzt ,also, wollte ich halt fragen, ob Ihr vielleicht  einen Platz für Cery und mich hättet? Ich wäre euch so wahnsinnig doll dankbar! Naja, und in diesem Stall hier sitzen wir, weil wir eigentlich nicht mehr damit gerechnet hatten Euch heute hier noch zu treffen, und hier ist es halt wärmer als auf den Gassen von Rom. Und das da“, mit einem Nicken deutet sie auf ihre Stute,  „ist meine StuteAimeé. Das einzige was mir von früher noch geblieben ist....“, murmelt sie und ihr Blick verliert sich gedankenverloren in der Ferne.
11.4.07 22:28


Cery sieht die junge Frau ebenfalls mit großen Augen an, er hätte nie gedacht, dass sie Shana so schnell finden würden. Na gut, sie hat die beiden letztendlich gefunden. Dann steht auch er auf, wobei an all seiner Kleidung Stroh herunterhängt. Dieses klopft er kurz ab, ihn stört es nicht so sehr, wenn er dreckig ist. Schließlich ist er mehr oder weniger auf der Straße aufgewachsen, quasi im Dreck. Schneller als Shaelynn findet er seine Stimme zum Antworten. „Wir grüßen Euch auch“, sagt er. „Wir hatten nach Euch gefragt, weil ..“,er deutet mit dem Finger auf Shaelynn, die immer noch ein paar Schritte von Shana entfernt steht. „ .. sie Eure Cousine ist. Aus Amerika.“ Er holt kaum Luft, redet einfach weiter, denn er möchte, dass Shana ihnen glaubt und sie beide mit zu sich nimmt. „Sie heißt Shaelynn de Talavera und ihre letzten Verwandten in Amerika sind gestorben.“ Er schielt kurz zu Shaelynn hinüber und sieht dann wieder Shana an. „Am besten, Shaelynn erzählt Euch alles selbst.“Ein zartes Lächeln huscht über seine Lippen und er sieht abwechselnd von Shaelynn zu Shana.

11.4.07 22:27


Shana mustert die beiden eine Weile und lässt dann ihren Blick auf Shaelynn ruhen. „Ja, ich bin Shana de Talavera. Aber warum willst du das wissen?“Sie bemüht sich, nicht so eindringlich auf sie hinabzusehen, da es ja noch ein junges Mädchen ist und nicht etwa ein Feind. „Ich habe gehört, dass ihr zwei nach mir gefragt habt. Ist das richtig? Und wenn ja, warum?“ Sie zieht kurz ihren Mantel zurecht, so dass er nicht die Waffen, die sich unter ihm befinden, freigibt und die Kinder verschreckt. Dann sieht sie die beiden wieder freundlich an. „Kommt ihr aus Rom? Oder was macht ihr hier in diesem Stall?“ Sie grübelt kurz nach. „Ach, entschuldigt, wenn ich so viel frage, aber ihr zwei macht mich neugierig.“ Sie lacht kurz auf, lächelt dann wieder und wartet auf Antworten, die sie hoffentlich bekommen wird.

 

11.4.07 22:15


Shaelynns Herz macht vor Freude einen Hüpfer, als Cery ihr sagt, dass er gerne mit ihr mitkommen würde. In Gedanken malt sie sich aus, wie schön es wäre und was sie alles zusammen machen könnten, wenn sie für immer zusammen bleiben könnten und nicht getrennt werden würden. Glücklich schließt sie die Augen. ‚Jetzt oder nie!’ denkt sie sich und nähert sich dem Gesicht Cerys vorsichtig.

 

Doch zu ihrem ersten Kuss sollte es nicht kommen – zumindest jetzt noch nicht. Denn plötzlich wird die Boxentür aufgerissen und als Shaelynn erschrocken ihren Blick dorthin wendet, erkennt sie eine hübsche und junge Frau an der Boxentür stehen.Auf ihre Fragen antwortet Shaelynn noch ganz verdattert und erschrocken: „ Ähh....also...ähm...wenn du....wenn Ihr... Seid Ihr Shana de Talavera?“ Mit großen erschrockenen Augen blickt Shaelynn die junge Frau an. Vorsichtig rappelt sie sich auf dem Stroh auf und klopft sich die an ihren Kleidern hängen gebliebenen Strohhalme ab. „Wow, ich glaube es nicht, dass ich dich wirklich gefunden hab!“ Glücklich geht Shaelynn einen Schritt näher auf die Frau zu.

 

 

11.4.07 22:14


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