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Nachdem nun auch Cery bald mit passender Kleidung ausgestattet sein wird, macht sich Shana mit den beiden wieder auf den Weg zu den Pferden. Die Kleidung, die Schwerter sowie den Sattel bezahlte sie wie immer bar auf die Hand, auch wenn sie die Schwerter und die Kleidung nicht sofort mitnehmen konnte, da diese etwas Zeit in Anspruch nehmen bei der Herstellung. Doch Shana vertraut den Händler, in zwei bis drei Tagen würde sie einen Bediensteten vorbei senden, der die Sachen abholen würde und zum Palazzo bringen würde. Es ist nun bereits Nachmittag, die Sonne steht hoch am Himmel und es ist sehr warm. Shana lässt ihren schwarzen Mantel trotzdem an, da sie den Blick auf ihre Waffen nicht unbedingt jedem preisgeben möchte, nicht, dass sich dann jemand provoziert fühlt. So schwitzt sie nun ein wenig, doch es stört sie kaum. Zusammen mit Shaelynn und Cery bahnt sie sich den Weg durch die verschiedensten Gassen frei, die sich bereits mit Menschen voll gefüllt hatten. So geht es hier in Rom jeden Nachmittag zu, die Geschäfte haben alle geöffnet und die Kundschaft strömt fröhlich heran, um ihren täglichen Besorgungen nachzugehen.

Endlich betreten sie wieder die breite Gasse nahe des Stadttors, sie führt die beiden wieder zu dem Geschäfts des Mannes, bei welchem sie ihre Pferde abgestellt hatten. „Wartet hier auf mich“, wand sie sich Shaelynn und Cery zu, während sie die Ladentür des Mannes aufdrückte. Shaelynn und Cery kamen ihr nicht nach, so schloss sie die Tür wieder hinter sich. Der Mann führte ein Geschäft mit Töpferwaren. Der einzige Grund, warum er sich hier angesiedelt hatte war, dass hier viel mehr Reisende vorbei kamen als anderswo. Shana blickt sich zwischen all den bunten Schalen und Gefäßen um, betrachtet die eine oder andere Sache etwas näher und geht dann in Richtung des Tresen, der im Moment nicht von dem Mann oder seiner Frau besetzt ist. Sie lehnt sich mit einem Ellbogen auf die Kante auf und sieht sich noch einmal um. Im nächsten Moment kommt der Mann bereits nach vorn, da er sie gesehen hatte. „Signora de Talavera“, begrüßt er sie heute zum zweiten Mal. Sie nickt freundlich auf seine Begrüßung. „Ich wollte meine Pferde abholen“, sagt sie, während sie in ihrer Manteltasche kramt und dem Mann einen Beutel voller Geld in die Hand drückt. Der Mann lächelt zufrieden und verlässt zusammen mit der Vampirjägerin den Laden.

Draußen treffen sie wieder auf Shaelynn und Cery, die immer noch vor dem Geschäft warteten. „Wir holen nun wieder die Pferde“, sagt sie den beiden zugewandt und verschwindet dann hinter dem Mann im Stall. Shaelynn und Cery folgen den beiden. Es ist ein kleiner, doch sehr sauber gehaltener Stall, den der Mann besitzt. Die Pferde der drei sind immer noch gesattelt und getrenst. Shana bindet Araldo los und führt ihn aus dem Stall hinaus. Als auch Shaelynn und Cery den Stall verlassen hatte, steigt sie galant auf Araldo auf. Zusammen mit den beiden Kindern verlässt sie Rom wieder durch das Stadttor. Während sie sich dann im Trab von der Stadt wegbewegen, wendet sie sich wieder Shaelynn und Cery zu. „In drei Tagen werde ich einen Bediensteten schicken, der wird eure Kleider und Schwerter abholen. Bis dahin werden wir so etwas trainieren, doch richtig fangen wir erst an, wenn ihr eure eigenen Waffen habt. Es ist einfach sinnvoller. Wenn wir wieder im Palazzo ankommen, werden wir etwas essen und dann werden wir uns auf der Wiese hinter dem Palazzo treffen und ich werde euch ein wenig in die Kunst des Kampfes einweisen.“ Sie schaut zu den beiden hinüber. „Oder gibt es noch Einwände?“

9.9.07 18:46


Nachdem Shana und Cery den Laden der Schneiderin verlassen hatten, fing die grauhaarige alte Frau an, Shaelynn zu vermessen. Diese stand in der Mitte des Raumes und lies das Vermessen geduldig über sich gehen. Danach wurschtelte die Signora zurück in den Nebenraum, um kurz danach wieder mit dem Arm voller verschiedenfarbiger Stoffrollen herauszukommen. „So, dann schauen wir doch mal, ob wir eine schöne Farbe für dich finden“, meint die alte Frau mit ihrer freundlichen Stimme. Die Signora hatte hauptsächlich Stoffe in verschiedenen blau und grün Tönen sowie einen weißen Stoff mitgebracht, da diese Farben am besten zu Shaelynns roten Haaren passen. Nach einigem Hin – und herüberlegen und guten Ratschlägen der Signora entschied sich Shaelynn für ein waldgrün und weiß für die beiden normalen Kleider, und das Kampfkleid sollte dunkelblau werden. Nun holte Cecilia aus dem Nebenraum von den drei Stoffen größere Rollen, und nacheinander legte sie diese an Shaelynn an und steckte sie mit Stecknadeln fest, um sie hinterher passend zusammen nähen zu können. Nachdem sie sich für 3 verschiedene schöne Schnitte entschieden hatten, ging die Ladentür auch schon wieder auf und Shana und Cery kamen herein. Jetzt war Cery an der Reihe neue Kleidung zu bekommen. Lächelnd winkte Shaelynn Cery noch zu und verlies dann hinter Shana den Laden. Sie folgte ihr durch einige der verwinkelten Gassen, bis Shana vor einer Sattlerei stehen blieb. Der stechende Geruch von Leder drang Shaelynn in die Nase, und nach einem kurzen Rufen Shanas kam der kräftige Sattler aus dem Gebäude heraus. Sie schilderte ihm, was für einen Sattel Shaelynn bräuchte, und kurz danach kam der Mann schon mit einem schönen Modell aus seiner Werkstatt zurück. Shaelynn liebte den Geruch, den der neue Sattel verbreitete, und fand es daher auch nicht ganz so schlimm, ihn zu schleppen. Glücklich auch dies erledigt zu haben, eilen die beiden jungen Frauen zurück zum Laden von Signora Cecilia. Auch Cery hatte in der Zwischenzeit seine Wahl getroffen, und glücklich verlassen die 3 den Laden wieder.
3.9.07 14:10


Die Sonne steht bereits hoch am Himmel und taucht die Stadt in ein sanftes, angenehmes Licht. Shana blinzelt leicht, als sie gen Himmel schaut und die Sonne sie blendet. Es ist angenehm war, so dass sie schon in ihrem Mantel leicht anfängt zu schwitzen. Sie befinden sich nun mitten in der großen Stadt Rom. Ein reges Treiben herrscht in den Straßen, jeder geht seinen Aufgaben nach, achtet kaum auf die anderen, was Shana eigentlich ganz recht ist. Sie mag es eben nicht besonders, viel Beachtung geschenkt  zu bekommen, wenn sie es nicht gerade darauf anlegt. Viel mehr möchte sie ihrer Tätigkeit nachgehen und dabei wie alle anderen zu sein.

Aus dem kleinen Laden, vor denen sie angehalten hatten läuft ihnen nun ein kleiner, rundlicher Mann mit einem freundlichen Gesicht entgegen. „Signora de Talavera“, läuft er ihr entgegen, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. Er nimmt die Zügel ihres Pferdes, woraufhin Shana galant absteigt und den Mann ebenfalls begrüßt. „Wir würden gerne unsere Pferde bei Euch lassen“, fährt sie dann fort. „Wir sind in bald wieder da und wünschen unsere Pferde so lange in Sicherheit.“ Der kleine Mann nickt. „Aber natürlich, wie immer, Signora.“ Zufrieden lächelt sie, während der Mann ihr Pferd in den hinter dem Haus gelegenen Stall bringt und kurz darauf zurückkommt, um auch die zwei anderen Pferde zu holen. Für die Familie de Talavera war es schon immer wichtig, ihre wertvollen Pferde während ihrer Besorgungen sicher zu wissen und so zeigten sie sich immer sehr großzügig in der Bezahlung, was auch jetzt der Grund ist, dass sich der kleine, rundliche Mann über den Besuch freut.

 

Während der Mann die Pferde der Kinder fortbringt, wendet Shana sich an die beiden. „So, jetzt werden wir die benötigten Sachen besorgen.“ Sie mustert die beiden kurz und fährt dann fort. „Ich habe da meine Beziehungen zu Händlern und dort werden wir hingehen. Außerdem“, sie sieht die Kinder gebieterisch an, „wünsche ich es nicht, wenn ihr mich bei Verhandlungen oder Gesprächen unterbrecht oder euch einmischt, ist das verstanden?“ Sie wartet einen Moment. „Dann lasst uns aufbrechen.“ Sie geht vor, geht dabei sicher, dass beide ihr folgen, während sie die breite Straße verlassen und in eine kleine Seitengasse einbiegen, die sie weiter ins Innere von Rom führen wird. „Die besten Läden befinden sich nicht gleich an der Straße, sie sind meist abgelegen“, erklärt sie den beiden, die immer noch hinter ihr her laufen. So biegen sie des Öfteren in eine neue Gasse ab bis sie schließlich wieder auf einer etwas breiter gelegenen Straße landen, auf der aber nur halb soviel los ist, wie zuvor auf der großen Straße nahe dem Stadttor. Shana verlangsamt ihre Schritte und dann stehen sie auch schon vor einem unscheinbaren Laden, der, so kündigt es das Holzschild über der Tür an, einer Schneiderin gehört. „Sie ist meiner Familie schon ewig bekannt“, wendet sie sich den beiden zu. „Signora Cecilia ist ihr Name, so nennen sie alle und so wünscht sie es, angesprochen zu werden. Hier werden wir dir ein Kleid schneidern lassen, Shaelynn. Folgt mir nun und verhaltet euch freundlich vor der Signora.“ Sie wirft den beiden noch einen kurzen Blick zu, dreht sich dann um. Sie drückt die Tür auf, worauf sofort kleine Glöckchen ertönen, die über der Tür hängen. Signora Cecilia kommt sofort aus einem der Hinterzimmer gelaufen, um die Gäste zu begrüßen, welche sich gerade in einem mittelgroßen Raum befinden, der nicht besonders hell erleuchtet ist und in dem sich nur ein Tisch und ein Spiegel befinden.

 

„Seid mir gegrüßt“. Sie lächelt die drei an. Shana grüßt die alte Frau mit dem schulterlangem, grauem Haar und der hageren Figur freundlich zurück. Signora Cecilia tritt auf Cery und Shaelynn zu. „Und wer seid ihr zwei?“ „Sie gehören zu mir“, antwortet Shana anstatt der beiden. „Ich bilde sie aus. Doch das Mädchen benötigt zwei gute Kleider, mit denen sie sich sehen lassen kann sowie ein Kampfkleid, das sie nicht an Bewegungen hindert. Ich dachte mit, Ihr wäret die richtige für diesen Auftrag.“ Signora Cecilia klatscht begeistert in die Hände. „Dann wollen wir mal, um die Bezahlung kümmern wir uns dann später, nicht wahr?“ Shana nickt und deutet Shaelynn an, hinter der Signora her zu gehen. „Wir werden dich nachher wieder abholen, es wird hier eine Weile dauern.“

 

Nachdem sie mit Cery, der nun ein wenig missmutig gelaunt ist, da Shaelynn nicht dabei ist, den Laden verlassen hatte, offenbarte sie nun auch ihm, was sie beide nun tun würden. Seine Miene hellte sich dann auch sogleich auf, als sie ihm sagte, dass sie ein geeignetes Schwert für ihn suchen gehen würden, denn nicht weit von hier gibt es einen Schmied und zu dem gehen sie hin. Er wird den beiden jeweils ein gutes Schwert schmieden, was ihren Ansprüchen erstmal gerecht werden würde und sie zugleich nicht überbelasten würde. Nachdem auch das getan ist, machen sie sich wieder auf den Weg, um Shaelynn von der Schneiderin abzuholen. „In drei Tagen werde ich die Kleider fertig genäht haben“, sagt diese, als Shana und Cery den Laden betreten. „Sehr schön, dann bräuchten wir jetzt auch noch etwas für den Jungen.“ Und so ließen sie nach einem kurzen Gespräch über die Kleidung die Cery bekommen sollte, diesen dort zurück, während Shana mit Shaelynn einen neuen Sattel für ihre Stute Aimee gehen würden.

6.6.07 18:11


Nachdem Shana ihnen den Tagesablauf erklärt hat und Shaelynn fertig gefrühstückt hat, begibt sie sich mit Cery wieder in den Palazzo. Vor seiner Zimmertür verabschieden die beiden sich schnell und dann eilt sie mit schnellen Schritten hinauf in ihr eigenes Zimmer. Bevor sie in die Stadt reiten macht sich Shaelynn noch eben etwas frisch. Nicht dass sie nach den vergangenen Wochen  so sehr auf Sauberkeit und gutes Aussehen bedacht wäre, aber sie wollte auch vor Shana keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Voller Vorfreude, denn welches Mädchen freut sich denn nicht, neue Kleider zu bekommen, macht sie sich leicht hüpfend wieder auf den Weg hinaus in den Stall. Als sie gerade die Eingangshalle durchquert, hört sie hinter sich Schritte. Sie dreht sich um und wie erwartet ist es Cery, der auf sie zueilt. Sie gibt ihm einen freudigen Knuff in die Seite und kichert ganz aufgeregt: „Hihi, jetzt geht’s in die Stadt, ich freu mich schon voll, endlich bekomme ich neue schöne Kleider.“  „Mädchen....“,murmelt dieser daraufhin nur etwas genervt. Obwohl auch er insgeheim zugeben muss, dass er sich auf den Besuch in der Stadt sehr freut.

Draußen am Stall angelangt treffen die beiden auf Shana und Marius, welche in der Zwischenzeit anscheinend schon ein Pferd für Cery ausgesucht hatten. Dieses machte sogar für ein Pferd einen recht freundlichen Eindruck, wie er fand. Obwohl er noch nie wirklich viel für diese Tiere empfunden hat. Als er vorhin zu Shana gesagt hatte, er könne so einigermaßen reiten, hatte er nicht wirklich die Wahrheit gesagt. In Wirklichkeit ist er nämlich noch nie richtig geritten. Aber vor Shaelynn wollte er nicht als totaler Volltrottel da stehen. Irgendwie würde er sich schon auf dem Pferd halten können. Allzu schwierig kann es ja wohl nicht sein. Geduldig wartete er, bis auch Shaelynn, Marius und Shana ihre Pferde aus dem Stall geholt und gesattelt haben.  Sobald die drei ihre Pferde auf den Hof geführt hatten, saßen sie auch schon oben. Cery stand nun neben seinem Pferd und wusste nicht so recht, wie er dort hinauf kommen sollte. Auf einmal kam ihm der Pferderücken erstaunlich hoch vor. Er versuchte es nun einfach den anderen nachzumachen und den Fuß irgendwie in den Steigbügel zu bekommen. Nun war er wirklich sehr dankbar, genau dieses Pferd bekommen zu haben, denn trotz seiner Verrenkungen und Turnereien bewegte es sich nicht von der Stelle. Irgendwie schaffte er es dann doch noch tatsächlich sich in den Sattel zu hieven und mit hochroten Kopf, weil die anderen ihn sehr amüsiert beobachtet hatten, nimmt er die Zügel auf. „ Worauf wartet ihr noch?“, fragt er und daraufhin setzen sich die Pferde der anderen in Bewegung. Seines war sehr brav und trottete den anderen einfach hinterher, wofür Cery ihm sehr dankbar war. Er nahm sich vor, sich bei Zeiten mal in den Stall zu schleichen und dem Pferd ein Stück Brot oder irgendwas Leckeres unterzuschieben.

Als sie den Hof des Palazzos verlassen, gibt Shana das Kommando zum Trab. Für Cery fühlt sich das alles sehr holprig an, und er hat Mühen sich im Sattel zu halten. Als er gestern mit Shaelynn zusammen geritten war, hatte er den Trab deutlich weniger schlimm gefunden, da er jemanden zum festhalten hatte. Nun baumelten die Zügel irgendwo auf dem Hals des Pferdes rum, weil er diese losgelassen hat, da er sich lieber darauf konzentriert sich am Sattel festzukrallen um nicht vom Pferd zu fallen. Bei jedem Schritt des Wallachs wird er unsanft in die Luft geschleudert und prallt noch viel unsanfter wieder in den Sattel.

Shaelynn, die hinter Cery reitet, amüsiert sich währenddessen prächtig. Irgendwie tut Cery ihr ja Leid, aber es sieht einfach zu lustig aus, wie er da so hilflos auf dem Pferd rumhopst. Sie treibt ihre Stute Aimee neben Cerys Wallach und gibt ihm ein paar Tipps, wie es angenehmer auf dem Pferd auszuhalten ist, z.B. durch Leichtraben. Mit ihrer Hilfe  schafft er es dann auch etwas sicherer auf dem Pferd zu bleiben und es tut auch deutlich weniger weh. mit den Zügeln kann er zwar immer noch nicht viel anfangen , weil er sich immer noch mehr darauf konzentriert sich am Sattel festzuhalten, aber es ist deutlich besser als am Anfang. Ihm kommt es wie eine Ewigkeit vor, als sie endlich an den Stadttoren angelangen. Erleichtert atmet er auf, als Shana ihr Pferd in Schritt fallen lässt und auch er nun wieder angenehm im Sattel sitzen kann. Ohne Probleme reitet die kleine Gruppe durch die Stadttore Roms hinein und Shana führt sie durch die engen Gassen bis sie ihr Pferd vor einem kleinen Laden zügelt. Froh, endlich vom Pferd runterzu können, springt Cery ab. Er kann kaum noch richtig stehen, und als er versucht zu gehen kommt er sich vor wie eine Kugel auf zwei Beinen, weil er durch die ungewohnte Bewegung seine Oberschenkelmuskeln deutlich überstrapaziert hat. Hinter ihm steigt auch Shaelynn ab, deutlich eleganter, ebenso wie Shana und Marius und erwartungsvoll blicken die beiden Kinder zu Shana.
3.6.07 21:56


Shana begrüßt die beiden mit einem leichten Lächeln. Während des Wartens hatte sie ihr Glas bereits geleert und schenkt sich nun nach. Dann richtet sie ihren Blick auf Cery’s Waffensortiment. „Eine ganz schöne Menge an Waffen für einen Jungen“, meint sie dann und begutachtet die Waffen näher. „Daraus schließe ich, dass du dich in der Selbstverteidigung bestens auskennst.“ Ein Grinsen huscht über ihr Gesicht. „Und wie sieht es mit dem gezielten Angriff aus?“ Cery blickt sie leicht verlegen an. „Ach naja, also eigentlich habe ich sie nur, um zu überleben.“, antwortet er ihr dann ehrlich. „Nicht jeder hat so ein schönes Heim, wo er sicher ist“, fügt er dann leise hinzu. Shana nimmt diese Antwort zur Kenntnis, antwortet aber nicht darauf. „Na gut, dann wirst du den Angriff wohl noch lernen müssen, ebenso wie Shaelynn.“

 

Sie isst nun erst einmal ihr Brötchen auf und macht sich Gedanken um den heutigen Tagesablauf. Geplant war ja, dass sie den beiden das Gelände sowie den Palazzo näher zeigt und mit den wichtigsten Stellen vertraut macht. Das wird jetzt erst einmal in den Hintergrund rücken. Viel wichtiger ist es, einen neuen Sattel für die Stute zu kaufen und außerdem neue Kleider für die Kinder. Ein ordentliches Kampfkleid würde Shaelynn ebenso benötigen wie ein normales Kleid. Auch Cery würde etwas edleres gut tun. Sie lehnt sich galant zurück und wartet, bis die Kinder zu Ende gefrühstückt haben. Als beide fertig sind, erläutert sie den geplanten Tagesablauf.

 

„Also, ich hatte euch ja bereits gesagt, dass ich euch hier alles zeigen werde. Dies werden wir heute Abend machen. Vorher gibt es noch wichtigeres. Wir werden uns gemeinsam mit Marius auf den Weg nach Rom machen. Es müssen noch diverse Dinge erledigt werden. Als erstes werden wir uns auf die Suche nach einem guten Sattler machen, der für Shaelynn’s Stute einen neuen Sattel machen wird. Dann würde Shaelynn gern ein neues Kleid haben. Außerdem denke ich, dass sie noch ein Kampfkleid brauchen wird. Und du, Cery, du bräuchtest auch mal etwas neues zum Anziehen.“ Dann endet sie erst einmal, ob es eventuell Fragen oder Einsprüche gibt, auch wenn ihr Plan bereits feststeht. Waffen würden die beiden aus dem Palazzo bekommen, erstens schwirren dort noch genügend ungenutzte Waffen herum und zweitens gibt es eine hauseigene Schmiede.

 

„Bevor es losgeht, habt ihr noch Fragen? Wenn nicht, Cery, wie sieht es aus, kannst du reiten?“ Sie sieht ihn an und wartet auf seine Antwort. „Ja, es geht so“, lautet seine Antwort. „Ok, dann wirst du auf einem eigenen Pferd nach Rom reiten können und musst dir keines mit Shaelynn teilen.“ Sie steht auf, rückt ihren Stuhl zurück und entfernt sich dann ein Stück vom Tisch. „Wir treffen uns in einer halben Stunde vor dem Stall, dann wirst du auch ein Pferd zugeteilt bekommen, Cery. Ich werde derweil Marius Bescheid geben. Bis gleich.“ Damit wendet sie sich von den beiden ab und geht zurück in den Palazzo. Als erstes gibt sie einem Bediensteten Bescheid, den Tisch abzuräumen und dann gibt sie Marius Bescheid, sich bereit zu machen. Sie selbst begibt sie sich dann kurz hoch in ihr Zimmer, um sich mit den nötigen Waffen auszurüsten – einem Dolch und einem Kurzschwert. Beide befestigt sie präzise an ihren Waffengürtel, dann zieht sie sich ihren schwarzen, langen Mantel darüber, so dass die Waffen verdeckt sind, schließlich soll ja nicht jeder gleich wissen, dass sie bewaffnet ist. Dann begibt sie sich wieder nach unten und geht dann gemächlich in Richtung Stall. Dort wartet Marius bereits und zusammen gehen sie in den Stall, der sich gleich rechts neben dem Palazzo befindet. „Was meinst du, welches Pferd wäre für Cery geeignet?“, fragt sie Marius. Dieser denkt einen Augenblick nach und geht dann zielstrebig in Richtung eines mittelgroßen, dunkelbraunen Wallachs, welcher hinten rechts im Stall steht. „Ja, ich denke, er ist geeignet.“ Zufrieden dreht sie sich um, um nach Araldo, ihrem Hengst zu sehen und dabei auf die Kinder zu warten.

22.4.07 20:00


Verschlafen streicht sich Shaelynn ihre langen Haarsträhnen aus dem Gesicht und hört sich an, was Shana ihr sagt. Wenige Augenblicke später ist diese auch schon wieder aus dem Zimmer gehuscht, und Shaelynn streckt sich ausgiebig und gähnt erst mal eine Runde. In dieser Nacht hat sie so gut und tief wie schon lange nicht mehr geschlafen. Schwungvoll wirft sie die Bettdecke beiseite und geht ins Badezimmer. Dort spritzt sie sich erst mal ein wenig Wasser ins Gesicht, um wach zu werden. Nachdem sie sich gewaschen und die Haare gekämmt hat, streift sie ihr weißes Kleid über, welches Marius gestern nach ihrem bad noch schnell gewaschen hatte. Aber wirklich gut sah das Kleid nicht mehr aus, da es auf der langen Reise einige Risse bekommen hatte, und mittlerweile mehr grau als weiß war. Nunja, es musste halt gehen, da Shaelynn nicht im Nachthemd zum Frühstück kommen wollte.

 

Kurze Zeit später verlässt sie ihr Zimmer und begibt sich auf den Weg zur Terasse. Als sie gerade die Treppe herunter kommt, sieht sie Cery, welcher gerade dabei ist, das Haus zu verlassen. Sie ruft seinen Namen und beeilt sich zu ihm zu kommen. Auch er hat furchtbar gut geschlafen, und gemeinsam begeben sich die beiden nach draußen. Auf dem Weg dorthin erzählt Cery ihr, dass er Shana die Waffen noch vor dem Frühstück geben möchte, damit erst gar kein Verdacht aufkommen kann.

 

Auf der Terasse angekommen wünschen die beiden Shana einen Guten Morgen., welche schon am reichlich gedeckten Frühstückstisch sitzt. „Shana?“, fängt Cery etwas zögerlich an.“ Also...es gibt da noch etwas, was ich dir geben wollte. Hier, das ist meine, sagen wir, Ausrüstung. Ich möchte gleich von Anfang an ehrlich zu dir sein, auch damit gar nicht erst der Verdacht aufkommt, dass ich ein Spion oder ähnliches sein könnte.“ Mit einem letzten bedauernden Blick reicht er Shana seine zahlreichen Dolche, Messer und ähnliches. Ohne die Waffen fühlte er sich zwar nicht wirklich sicher und mit der zeit waren sie auch schon fast zu einem Teil von ihm geworden, aber er wollte seine wahrscheinlich größte Chance auf ein geregeltes leben nicht wegen ein paar Messern riskieren. Nun ließ auch Cery sich auf einen Stuhl fallen. Shaelynn hatte schon Platz genommen, und sich an einem der frisch gebackenen Brötchen bedient. Sie konnte sich gar nicht entscheiden, welche Marmelade sie sich denn auf ihr Brötchen schmieren sollte, da es eine sehr große Auswahl gab. Nun antwortet sie aber erst mal auf Shanas Frage von vorhin: „ Also, wenn es nicht zu teuer ist, wäre ein neuer Sattel echt nicht schlecht. Da mein eigentlicher auf der langen Reise leider kaputt gegangen ist, habe ich mir zwischendurch in einem kleinen Dörfchen einen neuen, ziemlich billigen von einem sehr komischen Händler gekauft. Leider passt der Aimeé nicht so gut, und die hat auch schon ein paar Druckstellen auf dem Rücken. Ich hatte jedoch leider kein Geld, um ihr einen anpassen zu lassen... und Shana? Also...wenn wir schon mal in Rom sind, ich weiß nicht, wie lange mein Kleid noch hält.“, meint sie mit Hochgezogener Augenbraue und betrachtet dabei einen langen Riss am Saum.

 

11.4.07 22:37


Noch bevor die Sonne am Horizont erschienen ist, schlägt Shana ihre Augen auf. Müde gähnt sie und reibt sich die Augen. Bevor sie aufsteht streckt sie sich ausgiebig und lässt ihre Füße vom Bett baumeln. Es tut ihr richtig gut, für kurze Zeit zu entspannen, es sind diese kostbaren Momente, welche das Leben lebenswert machen. Dann steht sie auf, so dass ihr Nachthemd verknittert an ihrem Körper hängt. Sie zieht es so halbwegs wieder zurecht und durchquert dann ihr Zimmer, um in das Bad zu gehen. Glücklicherweise befindet sich noch Wasser in ihrem Wasservorrat, so dass sie sich noch waschen kann. Später wird sie dann einen der Bediensteten anordnen, diesen Behälter wieder zu füllen. Fertig gewaschen macht sie sich dann noch die langen, blonden Haare zurecht. Sie greift noch der hölzernen, reichlich verzierten Bürste und tritt damit vor den großen Spiegel, welcher sich im Bad befindet. In jenem kann sie sich gänzlich betrachten. Zufrieden mit ihrem Anblick kämmt sie das lange Haar, bindet es sich danach locker im Nacken zusammen, so dass nur noch einige Strähnen locker hinausfallen und ihr ins Gesicht fallen. Alles in allem sieht sie im Moment nicht wie eine Jägerin aus, sondern eher wie eine junge Frau Anfang 20, was sie ja auch ist. Als Jägerin interessiert sich eh niemand für ihr Alter oder ihr Aussehen.

 

 

So geht sie nun zu ihrem Kleiderschrank, welcher sich an der Wand links neben der Tür befindet. Er ist wirklich riesig und aus dunklem, verziertem Holz gemacht. Als sie eine der Türen aufmacht knarrt diese leise und Shana nimmt sich vor auch diese bei Zeiten reparieren zu lassen. Doch nun ist erst einmal die Kleiderwahl wichtiger. Dieses Mal entscheidet sie sich für ein knielanges Kampfkleid, welches in schlichtem grau ist. Sie zieht es an und legt danach einen Gürtel an, damit es in der Taille besser sitzt. Später wird sie daran noch einen Dolch und ihr Kurzschwert befestigen können, aber dies ist ja grade nicht von Nöten. Neben dem Schrank stehen ihre schwarzen Stiefel, welche sie eigentlich immer zu tragen pflegt. Sie sind kniehoch und bedecken so ihre restlichen Beine.

 

 

Fertig angekleidet verlässt sie den Raum. Erst einmal begibt sie sich in den Raum der Bediensteten, da sie neue Arbeitsanweisungen verteilen will. Die Stute von Shaelynn, Aimeé, muss nun ebenfalls versorgt werden und außerdem weist sie Marius an, sich von nun an besonders um Shaelynn zu kümmern. So kann das Mädchen sich wahrscheinlich besser eingewöhnen. Das Zimmer von Cery soll ein wenig schöner eingerichtet werden, was noch genau an diesem Tag geschehen soll. Das Sattel- und Zaumzeug von Aimeé soll gereinigt werden. All diese Aufgaben, einschließlich des Auffüllens ihres Wasservorrates, verteilt sie an die Bediensteten. Dann gibt sie noch Bescheid, dass sie gleich Frühstück auf der Terrasse wünscht.

 

 

Als nächstes begibt sie sich zu Cery. Nach einem kurzen Klopfen tritt sie in sein Zimmer ein. Verschlafen blickt Cery sie an. „Aufstehen, gleich gibt es Frühstück“, sagt sie und belehrt ihn gleich dazu, dass dies jeden Tag um diese Zeit so sein wird. Mittlerweile ist die Sonne bereits aufgegangen, es ist circa halb sieben. Cery nickt kurz. „Wir treffen uns auf der Terrasse hinter dem Haus, geh einfach aus der Eingangstür und dann links um den Palazzo herum, dann kommst du geradewegs auf die Terrasse.“ Mit einem Grinsen fügt sie hinzu. „Aber trödel nicht so.“

 

 

Dann begibt sie sich zu Shaelynn’s Zimmer. Auch nach einem kurzen Klopfen tritt sie in ihr Zimmer und weckt sie. „Dem Cery habe ich bereits Bescheid gesagt, dass es gleich Frühstück gibt.“ Dann erzählt sie auch Shaelynn, dass es jeden Morgen so sein wird und beschreibt ihr den Weg zur Terrasse. „Wenn du möchtest, dann können wir uns zusammen nach Rom begeben und dir einen neuen Sattel für deine Stute anfertigen lassen, so dass der Sattel ebenfalls das Familienwappen enthält. Wie sieht es denn mit deinem jetzigen Sattel aus, passt er gut? Also überleg es dir.“ Sie lächelt leicht und geht dann hinaus.

 

Auf der Terrasse wurde das Frühstück bereits hergerichtet. Kleine Brötchen stehen in einem Korb in der Mitte des Holztisches und drum herum kleine Gläser mit verschiedener Konfitüre, die aus den Früchten der Umgebung hergestellt worden sind. Dazu steht auf jedem der drei Plätze ein hölzernes, ebenfalls verzierten Brett und ein Glas. Dazu gibt es frische Milch, welche in einem Gefäß neben den Brötchen steht. Lächelnd betrachtet die Jägerin dies und sieht sich dann auf dem Gelände um. Der kühle Morgenwind weht ihr durch die Haare und schmiegt ihr das Kleid enger um die Beine. Das Ausblick könnte besser nicht sein, eine lange Wiese, die kein Ende zu scheinen hat und rundherum Bäume. Das gesamte Grundstück des Palazzos ist mit Bäumen gesäumt, mal abgesehen von dem angrenzenden Wald.

 

Abwartend setzt sie sich an den gedeckten und wartet auf Shaelynn und Cery.
11.4.07 22:37


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